am Donnerstag, 28.09.2017, 18 Uhr

Das Chinesische Haus in Oranienbaum –
Ein Sinnbild der Toleranz

Vortrag in der Reihe „Restaurierung und Forschung“


Am Donnerstag, dem 28.09.2017, um 18 Uhr findet wieder ein Vortrag in der Reihe "Restaurierung und Forschung" des Verbandes der Restauratoren (VDR) und des Kunstmuseums Moritzburg Halle (Saale) statt.

Dipl.-Restaurator Robert Hartmann (Referatsleiter für Baudenkmalpflege und Bauforschung, Kulturstiftung Dessau-Wörlitz) spricht zum Thema „Das Chinesische Haus in Oranienbaum – Ein Sinnbild der Toleranz“.

Das Chinesische Haus im Englisch-chinesischen Garten in Oranienbaum ist ein Ort, in dem die weltoffene und tolerante Geisteshaltung des Fürsten Franz von Anhalt-Dessau besonders gut erlebbar ist: Es kann einerseits als eine Stätte der Exotik verstanden werden, in der eine romantisch verkläre Sicht auf fernöstliche Länder vermittelt wird. Andererseits gibt es aber eindeutige Spuren, die das Chinesische Haus als Resultat einer vertieften Beschäftigung mit fernöstlicher Kultur zeigen. Denn mit seiner besonderen Architektur und auch mit seiner Innenausstattung stellt es einen deutlich sichtbaren Bezug zur asiatischen Kultur her. Es war kein Haus der Repräsentation, sondern ein Ort, der an die Philosophie von Konfuzius erinnern sollte. Die Wandgemälde im Mittelraum und die verbliebenen Reste der chinesischen Papiertapeten spiegeln dies eindrücklich wider. Darüber hinaus existierten weitere ethnografische Objekte, die heute leider verloren sind.

Der Vortrag thematisiert neben dieser Ausdeutung des Chinesischen Hauses auch die im Prozess der Restaurierung ermittelten baudenkmalpflegerischen Befunde und deren Umsetzung.


Ort:          Kunstmuseum Moritzburg,
                Multifunktionsraum (Eingang in der Toreinfahrt)


Kosten:    3 Euro / erm. 2 Euro

                Für Mitglieder der Freunde und Förderer des 
                Kunstmuseums Moritzburg Halle (Saale) e. V.
                ist der Eintritt frei.