am Samstag, 16.09.2017, 15 Uhr

„Reflections of India“ Spezial: André Wagner
Künstlerführung in der Sonderausstellung

André Wagner: Pilgrim Family, 2011, Archival Pigmentprint, 225 x 150 cm, Westphal Berlin © 2017 André Wagner


Am Samstag, dem 16.09.2017, bietet das Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) um 15 Uhr etwas ganz Besonderes an: André Wagner ist einer der Künstler der aktuellen Sonderausstellung „Reflections of India“. Der Fotograf bietet Einblicke in sein Werk und erläutert seine Faszination für das spirituelle Indien. 

Seit 2004 sucht der Fotograf André Wagner weltweit indische Tempelanlagen auf und beschäftigt sich intensiv mit den unterschiedlichsten spirituellen Gedankenwelten des indischen Subkontinents. Seine Fotoarbeiten sehen aus wie gemalt, sein fotografischer Blick wirkt wie aus der Zeit gefallen. Doch es geht André Wagner nicht um den nostalgischen Blick zurück. Neben dem modernen Indien von heute steht für ihn ein Indien mit tausenden von Jahren gelebter, religiöser Praxis. Wagners Fotografie  zielt nicht auf die Spannungen der indischen Gesellschaft zwischen modernem Leben und dieser Tradition, sondern er interessiert sich für das Phänomen der langsamen, tiefgründigen Bewegung der Zeit und einem - trotz aller Zeitenumbrüche - ungebrochenen Interesse der Inder an Spiritualität. Wagners Fotografien sind im Grunde eine Hommage an die Zeit selbst, die fließt und vergeht, zugleich aber eine geistige Kontinuität sichtbar macht, die Jahrhunderte umspannt und den Horizont der Gegenwart überschreitet.  

Kosten: 3 Euro + Eintritt Sonderausstellung (7 EURO / ermäßigt 5 Euro)



Die Ausstellung zeigt mit zeitgenössischen Fotografien wie in einem Kaleidoskop Ansichten von einem Land, dessen spirituelle Prägung noch immer lebendig ist und dessen Faszination gerade für Künstler bis heute ungebrochen ist. In der Schau begegnen sich die Werke dreier Fotografen aus Deutschland und den USA: die während der letzten mehr als zehn Jahre entstandenen, großformatigen farbigen Tableaus von André Wagner (*1980 in Burgstädt, lebt in Berlin); die 1989 entstandene und nun erstmals veröffentlichte Indien-Serie von Manfred Paul (*1942 in Schraplau bei Halle [Saale], lebt in Berlin) und die 2010/13 entstandene Serie Darshan der gebürtigen Inderin Manjari Sharma (*1979 in Mumbai, lebt in New York und wird in den USA von der Richard Levy Gallery und ClampArt vertreten).

Weitere Informationen zur Ausstellung unter:
http://bit.ly/2o0jcBn